FRANZ-VöLKER-PREIS KONZERT

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FRANZ-VöLKER-PREIS KONZERT

Spielstätte
Hugenottenhalle
Frankfurter Str. 152
63263 NEU-ISENBURG
Datum
Samstag, 29.02.20 - Beginn: 19:00h

Veranstaltungsinfo

Franz-Völker-Preis Konzert
Mit dem Orchester des Staatstheater Mainz

Einlass ab 18:00 Uhr

Veranstalter: Kulturbüro Neu-Isenburg

Abonennten der Hugenottenhalle erhalten einen ermäßigten Preis. Aboausweis muss beim Kauf und Einlass vorgelegt werden!

Rollstuhlfahrer und Begleitperson erhalten Randplätze Parkett Mitte, im nicht erhöhten Bereich, jeweils Platz 1 und 2 (linke Seite) oder Platz 27 und 28 bzw. Platz 28 und 29 (rechte Seite).
Rollstuhlfahrer zahlt voll, Begleitperson ist frei. Schwerbehindertenausweis mit B-Zusatz muss vorgelegt werden!
- Nur buchbar über die Hotline von Frankfurt Ticket RheinMain und deren Vorverkaufsstellen -

Der Franz-Völker-Preis wurde 2019 ausgeschrieben und Kandidaten zum Vorsingen eingeladen. Die Finalrunde mit den drei Finalisten findet vor Publikum in der Hugenottenhalle statt.

Sängerwettstreit in der Hugenottenhalle:
Seit 1989 vergibt die Stadt in Anbindung an das Staatstheater Mainz im Fünf-Jahres-Rhythmus den Franz-Völker-Preis an ausgezeichnete Nachwuchstenöre. Der Jury gehören neben Vertretern der Stadt Neu-Isenburg und der Franz-Völker-Anny-Schlemm-Gesellschaft auch der/die Generalmusikdirektor/in des Philharmonischen Staatsorchesters Mainz sowie der/die Operndirektor/in und der/die Studienleiter/in des Staatstheaters Mainz an. Ein bekannter Sänger, eine bekannte Sängerin ergänzen die Jury.

Der Franz-Völker-Preis der Stadt Neu-Isenburg wird in Zusammenarbeit mit dem Staatsorchester Mainz vergeben, da mit dem Preis auch ein Engagement am Staatsorchester verbunden ist – neben dem Preisgeld in Höhe von 6.000 € ein wichtiges Instrument der Nachwuchsförderung und für junge Sänger ein Karrierestart. Die Ausschreibung des Preises erfolgt in der Fachpresse, im Internet und per Anschreiben an Musikhochschulen, Musiktheater, Opern und Multiplikatoren wie Korrepetitoren.

Interessierte Sänger, die zum Vorsingen nach Mainz eingeladen wurden und sich in einer nichtöffentlichen Finalrunde qualifiziert haben, präsentieren sich mit dem Mainzer Staatsorchester am 29.2.2020 zum finalen Sängerwettstreit in der Hugenottenhalle.

Erwartet werden darf ein Konzert der Spitzenklasse, denn das Orchester des Staatstheater Mainz steht für hervorragende Musik. Für Spannung ist gesorgt, weil die Entscheidung, wer den Franz Völker-Preis erhält, erst in diesem Konzert - nachdem sich die Finalisten mit Opern- und Operettenarien dem Publikum präsentiert haben - getroffen wird. Eine prominente Jury bewertet die Beiträge und kürt den Gewinner. Die Zugabe des Preisträgers beschließt den Abend.

Franz Völker - Biographie
Franz Völker zählt zu den bekanntesten und bedeutendsten Sängern Deutschlands.

Am 31. März 1899 wurde er in Neu-Isenburg geboren. Bereits in frühester Kindheit bewies er eine ausgeprägte Neigung - und viel Talent - zum Gesang. Sein Klavierlehrer erkannte die Begabung des Jungen und förderte Völkers stimmliche Schulung. Mit dem Lied "Ich bin ein armer Waisenknab'" startete der zehnjährige Franz Völker im Rahmen eines Schulkonzertes dann quasi seine Sängerkarriere. In den späteren Jahren war Völker Mitglied in zahlreichen Neu-Isenburger Gesangsvereinen und wurde bei Konzerten und öffentlichen Auftritten häufig mit solistischen Aufgaben betraut.

Nach dem Abitur, das er in Offenbach ablegte, begann Franz Völker eine Lehre in einem Frankfurter Bankhaus, die er aber durch seine Einberufung in den Militärdienst bald abbrechen mußte. Bei seiner Artillerie-Einheit in Darmstadt leitete Völker einen Männerchor, den er aus musik- und gesangsbegabten Soldaten zusammengestellt hatte. Ein Vorgesetzter erkannte das stimmliche Talent Franz Völkers und empfahl ihn dem Großherzoglichen Theater in Darmstadt. Sein Vorsingen überzeugte die Theaterleitung derart, daß ihm das Angebot unterbreitet wurde, seine Stimme kostenlos ausbilden zu lassen. Die unsichere Situation der Zeit nach dem ersten Weltkrieg ließ dieses Vorhaben jedoch nicht realisieren. Franz Völker kehrte zunächst wieder hinter den Bankschalter zurück. In seiner Freizeit betätigte sich Völker allerdings weiter als engagierter Chorsänger und Solist.

Die Wende in seinem Leben trat ein, als der damalige Frankfurter Rundfunk 1925 einen Amateursänger-Wettbewerb veranstaltete, an dem sich Franz Völker beteiligte. Die Bewertung der Wettbewerbsteilnehmer erfolgte durch die Stimmabgabe der Radiohörer. Der weitaus größte Teil entfiel auf Völker, der "Höchstes Vertrauen" aus Lohengrin vorgetragen hatte. Jetzt erhielt Franz Völker zahlreiche Angebote. Dirigenten und Theaterdirektoren begannen, sich für ihn zu interessieren. Nachdem der damalige Direktor des Frankfurter Opernhauses, Clemens Krauss, mit Völker Kontakt aufgenommen hatte, beschloss Franz Völker, seinen Beruf aufzugeben und eine musikalische Laufbahn anzustreben.

Eineinhalb Jahre studierte Franz Völker bei Professor Wellig in Frankfurt, dann wurde er Mitglied im Ensemble des Frankfurter Opernhauses. 1926 debütierte Völker in der Rolle des "Florestan". Von diesem Tag an, war sein Aufstieg zu einem der bekanntesten Tenöre Deutschlands nicht mehr aufzuhalten. Von 1931 bis 1935 war Völker Mitglied der Wiener Staatsoper. Engagements bei den Salzburger und Bayreuther Festspielen folgten. Von 1935 bis 1945 gehörte er der Berliner Staatsoper an und von 1945 bis 1952 war er an der Münchner Staatsoper engagiert

In den 26 Jahren seines Wirkens an den Opernhäusern Europas hat Völker viele Opernrollen gesungen. Im Vordergrund standen die Partien des dramatischen und heldischen Charakters. Besonders als Wagner-Interpret hat sich Franz Völker einen Namen gemacht und seine Darstellung des "Lohengrin" erlangte Weltberühmtheit. Nach dem Abschied von der Bühne 1953, lehrte Franz Völker an der Stuttgarter Musikhochschule, wo er bis zu seinem Tode am 5. Dezember 1965 eine Professur innehatte.

Anläßlich des 250jährigen Bestehens der Stadt Neu-Isenburg wurde Franz Völker an seinem 50. Geburtstag 1949 zum Ehrenbürger der Stadt erklärt.


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