DURCHREISE

Ort
NEU-ISENBURG
Datum
21.06.17 - 22.06.17

Veranstaltungsinfo

Bitte haben Sie Verständnis für, dass keine Abendkassenreservierungen möglich sind!

DURCHREISE
Geschichte einer Firma von Curth Flatow
Hessische Fassung von Thorsten Wszolek
Einlass ab 19:30 Uhr

Veranstalter: M.A.T. Mund Art Theater GmbH

Für diese Veranstaltung sind keine Ermäßigungen vorgesehen!

Rollstuhlfahrer zahlt voll, Begleitperson ist frei.
- Nur buchbar über die Hotline von Frankfurt Ticket RheinMain und deren Vorverkaufsstellen -

Durchreise ist ein heiter-nachdenkliches Volksstück über die Wirren eines jüdischen Modehauses an der Frankfurter Hauptwache in den Jahren 1931 bis 1961. Die Kritik nach der Berliner Uraufführung (diese Inszenierung mit Georg Thomalla in der Titelrolle kam allein auf über 165 Vorstellungen) war angerührt von der Sensibilität Flatows, mit der er eine jüdische Geschichte aus dem 3. Reich auf dem Boulevardtheater erzählte. Das Stück, das auch sehr erfolgreich verfilmt wurde, ist das persönlichste Werk von Curth Flatow, der vor dem Krieg selbst einmal Angestellter in der Konfektionsbranche war.

"Durchreise" nennt man die Zeitspanne, in der die Frankfurter Konfektionsfirmen ihre Kollektionen zeigen. Eine solche Firma steht im Mittelpunkt des Stücks. Ihr langjähriger Besitzer Max Salomon (Thorsten Wszolek) erinnert sich der verschiedenen Entwicklungsetappen des Betriebes und der Wege, die die Beteiligten im Verlauf der Ereignisse der letzten 30 Jahre gingen, bzw. zu gehen gezwungen waren.

Es beginnt im Jahr 1931. Die Geschäfte der Firma Salomon gehen gut. Helmuth Naumann (Tobias Weiß) entwirft die Modelle, Frau Strasser (Gisela Wolf) fertigt sie an. Das Mannequin Daisy (Stefanie Wszolek) führt die Kollektion vor und Ernst Fiedler (Horst Becker) besorgt den Verkauf. Ein neuer Lehrling namens Siegfried Fraenkel (Daniel Thomas) kommt hinzu. Zwar will er eigentlich studieren, aber sein Erbonkel verlangt vorab eine solide Ausbildung. In der Firma lernt Fraenkel einen anderen Lehrling kennen: Monika Helmholtz (Corinna Weiß). Sie nimmt sich seiner an und zwar von ganzem Herzen. Doch der Betrieb gerät in den Strudel der Ereignisse, die ab 1933 in Deutschland eintreten.

Der jüdische Besitzer Max Salomon muss untertauchen. Die übrigen Angestellten entschließen sich, die Geschäfte unter der Regie von Fraenkel weiterzuführen. Aber nach den Nürnberger Rassegesetzen muss auch er flüchten. Er geht nach England und überlässt Monika Helmholtz die Firma und sich selbst der Unsicherheit, ob er sie nun liebt oder nicht. Sie hat fortan mit den schweren Zeiten zu kämpfen und auch mit dem Prokuristen Fiedler, der die Firma gern "arisieren" und übernehmen möchte. Schließlich überleben die Firma und fast alle Angestellten den Krieg. Man schreibt aber bereits das Jahr 1961, als alle wieder zusammentreffen...